Intrapreneurship: Wie gehen wir mit innovativen Ideen unsere Mitarbeiter um?

Pavel Roman
Pavel Roman, Head of Corporate Communications, Public Affairs, Bosch Group CZ and SK:

Die Verbesserungsvorschläge unserer Mitarbeiter unterstützen wir, sie gehören zu den Grundsteinen der Bosch-Unternehmenskultur. Jedes Jahr meldet die Bosch-Gruppe weltweit unzählige Patente an. Dutzende von ihnen entstehen in den tschechischen Bosch-Werken in Jihlava und Budweis. Jährlich bewerten wir mehrere hundert Ideen. Allein 2017 wurden zum Beispiel in Jihlava mit der Beschleunigung der Produktionsprozesse und der Maschinenwartung mehr als 50 Millionen Kronen eingespart. Mitarbeiter, die eine Innovation vorstellen, mit der das Unternehmen mindestens 500.000 Kronen einsparen kann, nehmen an Wettbewerben teil und können Autos, E-Bikes oder Sonderpreise gewinnen. In Budweis erhalten die Gewinner neben Geldprämien auch Gutscheine für gemeinsame Events ihres Teams.

Hana Kořínková
Hana Kořínková, Head of Operational Excellence and Customer Journeys, E.ON Česká republika:

E.ONs Vision ist es, das erste Energieunternehmen zu werden, das die Menschen mögen. Deshalb haben wir ein Transformationsprogramm unserer Unternehmenskultur gestartet. Jeder Mitarbeiter kann seine Innovationen ins Unternehmen einbringen. Die Ideen werden bei regelmäßigen Meetings des Top-Managements mit den Mitarbeitern gesammelt. Das kontinuierliche Verbesserungsprogramm hat schon über 200 Innovationen gebracht. Neue Produkte entwickeln wir mit agilen Methoden, und auch die digitale Umstrukturierung schreitet intensiv voran. Besonders stolz sind wir auf die Innovation „Virtual battery“ – der erste Cloud-Service auf dem tschechischen Energiemarkt. Unser neuer Hochleistungsspeicher in Mydlovary ist der größte seiner Art in Tschechien. Große und kleinere Ideen, die aus dem Unternehmen kommen, sind ein wichtiger Motor für unser Wachstum und ein entscheidender Wettbewerbsvorteil für die Zukunft.

Miroslav Kos
Miroslav Kos, Personaldirektor, Hochtief CZ:

Innovative Ideen teilen wir im gesamten Konzern. Das ist ein großer Wettbewerbsvorteil. Die effektivsten Ideen, die sich sofort umsetzten lassen, kommen aber in der Regel direkt von unseren Mitarbeitern. Jährlich sind das Dutzende von kleinen Innovationen, die im Endeffekt die Profitabilität erhöhen und den guten Ruf der Firma fördern. Jedes Jahr zeichnen wir die besten Mitarbeiter aus, deren innovative Ideen wir dann intensiv im Unternehmen präsentieren und kommunizieren, um andere Kollegen zu motivieren. Wie wichtig für uns Innovationen sind, zeigt auch der Fokus des Talent-Programms und die persönliche Unterstützung des Top-Managements, wenn es um die Themen der Arbeitsgruppen geht. Der Höhepunkt des Austauschs innovativer Ideen ist die Herbstkonferenz für Manager, sie wird im gesamten Unternehmen online übertragen.

Michael Axmann
Michael Axmann, Chief Financial Officer, Siemens ČR:

Innovation ist für ein Unternehmen wie Siemens, was Blut für einen lebenden Organismus ist: im Grunde alles. Seit mehr als 100 Jahren haben wir eine strukturierte Herangehensweise an das Ideenmanagement: Regeln und Belohnungen für Verbesserungsvorschläge wurden 1910 erstmals schriftlich fixiert. Heute haben wir eine Vielzahl von Initiativen, um Innovation und Ideenaustausch zu fördern. Die wichtigste ist das „3-i“ Programm, dessen Ziel es ist, Innovationen, Ideen und Initiativen der Mitarbeiter umzusetzen und zu belohnen. Im Geschäftsjahr 2017 haben Siemens-Mitarbeiter über das 3i-Programm mehr als 160.000 Verbesserungsvorschläge eingereicht, also mehr als 400 Ideen pro Tag. Fast 125.000 umgesetzte Vorschläge haben dem Unternehmen messbare Einsparungen von über 300 Millionen Euro gebracht.

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