{"id":1053,"date":"2017-12-06T12:00:16","date_gmt":"2017-12-06T11:00:16","guid":{"rendered":"https:\/\/emagazin.plus\/?p=1053"},"modified":"2020-01-28T16:24:33","modified_gmt":"2020-01-28T15:24:33","slug":"tschechische-gesundheitssystem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/emagazin.plus\/cz\/tschechische-gesundheitssystem\/","title":{"rendered":"Patient in guter Verfassung"},"content":{"rendered":"<p><em>\u201eUnser Gesundheitssystem ist besser als sein Ruf\u201c, meint Miroslav Pal\u00e1t, Pr\u00e4sident von CzechMed, dem Verband der Lieferanten von Medizintechnik. Mit sieben bis acht Prozent seines Bruttoinlandsproduktes gebe Tschechien f\u00fcr das Gesundheitswesen so viel aus wie der Durchschnitt der OECD-L\u00e4nder. \u201eUnd bei Medizintechnik w\u00e4chst das Gesch\u00e4ft in absoluten Zahlen\u201c, so Branchenexperte Pal\u00e1t.<\/em><\/p>\n<p>Berechnungen von Germany Trade &amp; Invest zeigen, dass der Umsatz mit medizinischen Ger\u00e4ten j\u00e4hrlich 700 Millionen bis 800 Millionen Euro erreicht, je nach Investitionszyklus der Krankenh\u00e4user. K\u00fcnftig k\u00f6nnte noch mehr Geld in Kliniken und Arztpraxen flie\u00dfen, denn der aktuelle Wirtschaftsboom beschert den Krankenkassen steigende Einnahmen dank h\u00f6herer L\u00f6hne.<\/p>\n<p>In diesem Jahr stehen Tschechiens Gesundheitssystem nach groben Sch\u00e4tzungen fast 360 Milliarden Kronen zur Verf\u00fcgung (rund 14 Milliarden Euro; Wechselkurs am 13. November 2017: 1 Euro = 25,565 Kronen). Davon entfallen etwa 240 Milliarden Kronen auf die Ausgaben der Krankenkassen. Aus dem Staatshaushalt kommen 70 Milliarden Kronen hinzu, um die Beitr\u00e4ge f\u00fcr Rentner, Studenten und Erwerbsunf\u00e4hige zu decken und die Investitionen der Krankenh\u00e4user zu unterst\u00fctzen. Au\u00dferdem zahlen die B\u00fcrger rund 65 Milliarden Kronen aus eigener Tasche f\u00fcr Gesundheitsdienstleistungen, zum Beispiel f\u00fcr Zahnbehandlungen, private Labordienste oder f\u00fcr Zusatzversicherungen.<\/p>\n<h3>Herz-Kreislauf-Probleme verursachen die gr\u00f6\u00dften Kosten<\/h3>\n<p>Die gr\u00f6\u00dften Ausgaben der tschechischen Krankenkassen verursachen Herz-Kreislauf-Probleme. Auf ihre Behandlung entfallen fast zw\u00f6lf Prozent des Budgets. Krebserkrankungen haben einen Anteil von zehn Prozent. Dahinter folgen Krankheiten der Muskeln, Knochen und Gewebezellen, der Verdauungsorgane sowie Nieren- und Geschlechtskrankheiten.<\/p>\n<p>Nach Angaben des Statistikamtes gaben die Krankenkassen 2015 f\u00fcr die medizinische Versorgung von M\u00e4nnern durchschnittlich 800 Euro aus, f\u00fcr Frauen 850 Euro. Das ist im Vergleich zu Deutschland immer noch wenig. Dort m\u00fcssen die gesetzlichen Krankenversicherungen pro Jahr fast 3.000 Euro je Versicherten aufwenden.<\/p>\n<p>Trotz des gro\u00dfen Unterschiedes zum Nachbarn krankt das tschechische Gesundheitssystem nicht an einer Unterfinanzierung, meint Adam Vojt\u011bch, frisch gew\u00e4hlter Abgeordneter im Unterhaus des tschechischen Parlaments. Er gilt als Experte f\u00fcr die Branche und wird als neuer Gesundheitsminister des Landes gehandelt. Allerdings sorge die demografische Entwicklung \u2013 mehr alte Menschen brauchen medizinische Betreuung, weniger Junge zahlen in die Krankenkassen ein \u2013 f\u00fcr steigende Kosten im Gesundheitssystem, so Vojt\u011bch. Er rechnet deshalb damit, dass Tschechiens Patienten k\u00fcnftig h\u00f6here Eigenanteile leisten m\u00fcssen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1058\" aria-describedby=\"caption-attachment-1058\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"533\" class=\"wp-image-1058 size-large\" alt=\"\" src=\"https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Bild4-1024x682.png\"><figcaption id=\"caption-attachment-1058\" class=\"wp-caption-text\">Bildquelle: Universi\u00e4tskrankenhaus Motol<\/figcaption><\/figure>\n<p>Aktionsbedarf sieht der Experte bei der medizinischen Grundversorgung. \u201eWenn bei uns jemand erkrankt, wendet er sich h\u00e4ufig direkt an ein Krankenhaus, um sich behandeln zu lassen\u201c, erkl\u00e4rt Vojt\u011bch. \u201eDabei w\u00e4ren die Allgemein\u00e4rzte zun\u00e4chst der bessere Anlaufpunkt.\u201c Der ANO-Politiker will die Versicherten k\u00fcnftig motivieren, regelm\u00e4\u00dfiger einen Hausarzt aufzusuchen, zu Vorsorgeuntersuchungen zu gehen, um so h\u00e4ufige Erkrankungen wie Diabetes fr\u00fchzeitiger erkennen und behandeln zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nach Ansicht von Experten gibt es trotz einiger Schlie\u00dfungen immer noch zu viele Krankenhauspl\u00e4tze in Tschechien. Die vorhandenen Betten waren 2015 im Durchschnitt nur an 258 Tagen belegt. Die Auslastung betrug 71 Prozent, die mittlere Aufenthaltsdauer 6,8 Tage. Das ist ein halber Tag weniger als in Deutschland.<\/p>\n<h3>Ambulante Behandlung statt teurer Krankenhausbesuche<\/h3>\n<p>Miroslav Pal\u00e1t vom Branchenverband Czechmed sch\u00e4tzt, dass in Tschechien \u2013 \u00e4hnlich wie in den westlichen L\u00e4ndern \u2013 drei Viertel der Gesundheitsausgaben auf chronisch Kranke entfallen. \u201eZiel muss es sein, sie so lange wie m\u00f6glich au\u00dferhalb der Krankenh\u00e4user zu behandeln.\u201c Die Betten\u00fcberkapazit\u00e4ten sollten besser in ambulante Behandlungszentren umgewandelt werden. Die eingesparten Kosten k\u00f6nnten die Effizienz des Gesundheitssystems steigern.<\/p>\n<p>Insgesamt hat Tschechien 187 Krankenh\u00e4user f\u00fcr die Grundversorgung mit knapp 57.000 Betten (Zahlen f\u00fcr 2015). Daneben existieren 161 Fachkliniken mit 21.000 Betten. F\u00fcr Lieferanten von Medizintechnik sind auch die 88 Heilb\u00e4der und Kurh\u00e4user sowie die fast 27.000 ambulanten Einrichtungen und Arztpraxen interessant.<\/p>\n<p>Knapp ein F\u00fcnftel der Bettenkapazit\u00e4ten entf\u00e4llt auf nichtstaatliche Betreiber, darunter auch die Kirchen. Das Interesse privater Investoren am Betrieb von Krankenh\u00e4usern steigt. Der slowakische Unternehmer Tom\u00e1\u0161 Chrenek will in Prag sogar ein komplett neues Hospital errichten. Das fast 40 Millionen Euro teure Objekt soll zum Flaggschiff seiner Klinikkette Agel werden und w\u00e4re nach vielen Jahren der erste Krankenhausneubau in Tschechien.<\/p>\n<p>Agel geh\u00f6rt zu den bekanntesten privaten Akteuren im Gesundheitswesen. Der Konzern erzielte 2016 einen Umsatz von 18 Millionen Euro. Seit September 2017 bildet Agel in Ostrava seinen Nachwuchs selbst aus. Dort entstand die erste private medizinische Fachschule, weil es zu wenig Krankenschwestern oder Laborassistenten gibt. Die Ausbildung ist kostenlos, die Sch\u00fcler m\u00fcssen sich aber verpflichten, anschlie\u00dfend in einer Agel-Einrichtung zu arbeiten.<\/p>\n<h3>Private Betreiber auf Expansionskurs<\/h3>\n<p>Ein weiterer wichtiger Spieler am Markt ist der Medizinkonzern EUC, der seinen Umsatz 2016 um 11 Prozent auf 1,65 Milliarden Kronen (61 Millionen Euro) steigern konnte. Die Gruppe ist in 17 St\u00e4dten mit ambulanten Behandlungs- und Diagnosezentren vertreten. Zu ihr geh\u00f6rt auch die bei Expats beliebte Privatklinik Canadian Medical Care, die neue Filialen in Prag plant. Das staatliche Homolka-Krankenhaus in Prag hatte 2017 seine \u201ePremium Care\u201c-Abteilung an EUC verkauft.<\/p>\n<p>Auf Expansionskurs ist au\u00dferdem die tschechisch-slowakische Investmentholding Penta. Sie hatte im Fr\u00fchjahr 2017 die \u00dcbernahme der Nemos Group bekannt gegeben, die Krankenh\u00e4user und Ambulanzen im Bezirk Karlovy Vary betreibt. Zuvor hatte Penta bereits ein kleines Hospital in Vrchlab\u00ed gekauft und ist auf der Suche nach weiteren Objekten in Tschechien.<\/p>\n<p>Die steigenden Einkommen f\u00fchren dazu, dass bei den B\u00fcrgern das Interesse an gehobener medizinischer Versorgung zunimmt. Um lange Schlangen in den Wartezimmern zu vermeiden und sich mehr als umgarnter Kunde statt als Patient zu f\u00fchlen, suchen immer mehr Tschechen eine private Klinik auf.<\/p>\n<p>F\u00fcr Medizintechnikhersteller bleibt aber der \u00f6ffentliche Sektor am spannendsten, erkl\u00e4rt Karel Kopejtko, Finanzdirektor bei Siemens Healthcare in Prag. Er sch\u00e4tzt, dass nur zehn Prozent des Marktes f\u00fcr Gro\u00dfger\u00e4te auf die privaten Einrichtungen entfallen, der Rest auf staatliche Krankenh\u00e4user.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>Medizintechnik meist l\u00e4nger im Einsatz als in Deutschland<\/h3>\n<p>Siemens ist in Tschechien vor allem mit bildgebenden Ger\u00e4ten f\u00fcr Computertomografie, Magnetresonanz, Mammografie, R\u00f6ntgenuntersuchungen und Nuklearmedizin im Gesch\u00e4ft. Auch Marktkenner Kopejtko best\u00e4tigt, dass die Ausstattung der tschechischen Krankenh\u00e4user recht gut ist. \u201eAllerdings beobachten wir, dass Medizintechnik hier viel l\u00e4nger im Einsatz ist. W\u00e4hrend ein Ger\u00e4t in Deutschland in der Regel nach acht Jahren durch ein neues ersetzt wird, ist es in Tschechien meist zehn bis zw\u00f6lf Jahre in Betrieb.\u201c<\/p>\n<p>Au\u00dferdem sieht Kopejtko einen Preisverfall f\u00fcr medizinische Produkte. \u201eDie Krankenh\u00e4user kaufen nicht die Ausr\u00fcstungen aus dem High-End-Sortiment sondern eher aus dem mittleren Preissegment.\u201c<\/p>\n<p>Das sp\u00fcrt auch der deutsche Hersteller Messer Group, der medizinische Gase f\u00fcr An\u00e4sthesie, Chirurgie oder Zahnmedizin produziert. Das Unternehmen liefert in Tschechien an staatliche Krankenh\u00e4user und an private Einrichtungen. \u201eIn den Privatkliniken wird h\u00e4ufig ein \u00fcberdurchschnittlicher Service f\u00fcr die Handhabung unserer Gase verlangt\u201c, so Vladislav Sywala, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Messer Technogas in Prag. Die Beschaffungsprozesse dagegen seien \u00e4hnlich. Auch die privaten Betreiber suchen ihre Lieferanten per Auswahlverfahren, haben aber weniger Dokumentationspflichten als die staatlich gef\u00fchrten H\u00e4user.<\/p>\n<p>Laut Siemens-Manager Kopejtko hat sich die Beschaffung der Krankenh\u00e4user in den letzten Jahren ver\u00e4ndert. \u201eFr\u00fcher haben oft die Abteilungsleiter in den Kliniken \u00fcber die ben\u00f6tigten Ger\u00e4te entschieden, die sp\u00e4ter auch damit arbeiten mussten. Inzwischen l\u00e4uft das immer mehr \u00fcber die Einkaufsabteilungen der Krankenh\u00e4user.\u201c Au\u00dferdem dr\u00e4nge der Staat darauf, dass die technischen Spezifikationen bei den Ausschreibungen allgemeiner gehalten werden. Dadurch sollen mehr Anbieter in die engere Auswahl kommen und so die Preise sinken. \u201eHochwertige Topprodukte haben dadurch kaum noch eine Chance\u201c, so Kopejtko.<\/p>\n<h3>Preis bei \u00f6ffentlichen Beschaffungen wichtigstes Auswahlkriterium<\/h3>\n<p>Verbandschef Miroslav Pal\u00e1t kritisiert, dass der Preis bei \u00f6ffentlichen Tendern das wichtigste Auswahlkriterium f\u00fcr Medizinbedarf ist. Die Situation k\u00f6nnte sich sogar noch versch\u00e4rfen, wenn die staatlichen Krankenh\u00e4user wie angedacht zentrale Ausschreibungen durchf\u00fchren. \u201eDadurch bekommen wir Messger\u00e4te, die nicht messen, chirurgische Handschuhe, die platzen, und Klebeb\u00e4nder, die nicht kleben.\u201c Der CzechMed-Pr\u00e4sident setzt sich daf\u00fcr ein, dass Qualit\u00e4tskriterien und die Meinung der medizinischen Anwender beim Auswahlprozess st\u00e4rker ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p>Siemens-Manager Kopejtko meint, dass auch Merkmale wie Stromverbrauch und Anzahl der m\u00f6glichen Behandlungsvorg\u00e4nge je Zeiteinheit bei den Verfahren eine Rolle spielen sollten. Einen positiven Trend f\u00fcr Qualit\u00e4tsanbieter sieht er bereits: \u201eH\u00e4ufig werden bei den Ausschreibungen nun Servicevertr\u00e4ge f\u00fcr sechs bis acht Jahre verlangt. Das k\u00f6nnen Billighersteller nicht leisten.\u201c<\/p>\n<p>Aktuell kann sich Siemens Healthcare \u00fcber die Auftragslage in Tschechien nicht beklagen. Bei hochwertigen Produkten f\u00fcr die Nuklearmedizin zum Beispiel ist der M\u00fcnchener Konzern laut Kopejtko Marktf\u00fchrer im Land. Er profitiert damit auch von zahlreichen Investitionsprojekten, die in den \u00f6ffentlichen Krankenh\u00e4usern laufen.<\/p>\n<p>Unter anderem baut die Uniklinik Br\u00fcnn eine neue Geburtsstation f\u00fcr rund 80 Millionen Euro. Der Bezirk Hradec Kr\u00e1lov\u00e9 modernisiert f\u00fcr \u00fcber 50 Millionen Euro das Bereichskrankenhaus N\u00e1chod. Ostrava hat im Fr\u00fchjahr 2017 den Sanierungsplan f\u00fcr das St\u00e4dtische Krankenhaus genehmigt. Zu dem mehr als 90 Millionen Euro teuren Vorhaben geh\u00f6ren neue OP-S\u00e4le, eine zentrale Notaufnahme sowie ein Parkhaus. Auch in Pardubice und \u00dast\u00ed nad Orlic\u00ed steht die Modernisierung der Notaufnahmen an.<\/p>\n<h3>Kliniken dank EU-Fonds technologisch auf gutem Niveau<\/h3>\n<p>Eine wichtige Quelle f\u00fcr die Investitionen der Krankenh\u00e4user sind die EU-Fonds, besonders das Integrierte Regionale Operationsprogramm (IROP). Aus diesem Topf stehen im aktuellen F\u00f6rderzeitraum 2014 bis 2020 rund 284 Millionen Euro f\u00fcr die Verbesserung der medizinischen Infrastruktur bereit.<\/p>\n<p>\u201eDank der Mittel aus EU-Fonds ist die Ausstattung unserer Krankenh\u00e4user aktuell sehr gut\u201c, meint Gesundheitspolitiker Vojt\u011bch. \u201eDie Frage ist, was in f\u00fcnf bis sechs Jahren passiert, wenn die Ger\u00e4te ersetzt werden m\u00fcssen und weniger EU-Gelder zur Verf\u00fcgung stehen.\u201c Bis dahin m\u00fcssten neue Finanzquellen f\u00fcr das Gesundheitswesen erschlossen werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1056\" aria-describedby=\"caption-attachment-1056\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"449\" class=\"wp-image-1056 size-large\" alt=\"\" src=\"https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/dsc07906-1024x575.jpg\"><figcaption id=\"caption-attachment-1056\" class=\"wp-caption-text\">Bildquelle: Universit\u00e4tskrankenhaus Motol in Prag<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das System der staatlichen Krankenh\u00e4user will Vojt\u011bch aber nicht antasten. Hier sieht er nur wenig Bedarf f\u00fcr mehr Wettbewerb mit privaten Betreibern. \u201eDiese w\u00fcrden sich dann die profitablen Standorte herauspicken und bevorzugt Patienten behandeln, die mehr Gewinn versprechen\u201c, glaubt der Experte. Er sei f\u00fcr ein gleichberechtigtes Nebeneinander von \u00f6ffentlichen und privaten Krankenh\u00e4usern.<\/p>\n<p>Als ersten Schritt f\u00fcr mehr Effizienz im Gesundheitssystem plant die Regierung, ab 1. Januar 2018 die neun Universit\u00e4tskliniken (in Tschechien hei\u00dfen diese \u201eFakult\u00e4tskrankenh\u00e4user\u201c) sowie das Zentrale Milit\u00e4rkrankenhaus in eine neue Rechtsform zu \u00fcberf\u00fchren. Das soll das Management vereinfachen und die Beschaffungsprozesse optimieren.<\/p>\n<p>Gesundheitspolitiker Vojt\u011bch sieht darin ein Modell f\u00fcr die Zukunft. \u00c4hnlich wie in Deutschland w\u00fcrde er die Krankenh\u00e4user gern motivieren, sich beim Kauf von Verbrauchsmaterial oder Medizintechnik zusammenzuschlie\u00dfen und so bessere Konditionen auszuhandeln. Lieferanten m\u00fcssen sich in Zukunft also auf sinkende Margen einstellen, damit Tschechiens Gesundheitssystem weiter genesen kann.<\/p>\n<p>Autor: Gerit Schulze<\/p>\n<p>Germany Trade &amp; Invest<\/p>\n<p>Mehr Infos unter: www.gtai.de\/tschechische-republik<\/p>\n<p>oder bei Twitter: @GTAI_Prag<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Patient ist ein wenig blass und schwach auf der Brust, erfreut sich grunds\u00e4tzlich aber einer robusten Gesundheit. So k\u00f6nnte die Diagnose f\u00fcr Tschechiens Gesundheitssystem lauten. 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