{"id":10967,"date":"2026-10-12T12:58:00","date_gmt":"2026-10-12T10:58:00","guid":{"rendered":"https:\/\/emagazin.plus\/?p=10967"},"modified":"2026-10-13T17:31:14","modified_gmt":"2026-10-13T15:31:14","slug":"tschechiens-autobranche-kommt-bislang-gut-durch-die-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/emagazin.plus\/cz\/tschechiens-autobranche-kommt-bislang-gut-durch-die-krise\/","title":{"rendered":"Tschechiens Autobranche kommt bislang gut durch die Krise"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-1 wp-block-paragraph\"><strong>Die Konzentration auf den europ\u00e4ischen Markt kommt der tschechischen Autobranche zugute. Doch vor allem die Zulieferer brauchen neue Auftr\u00e4ge, um ihre Werke k\u00fcnftig auszulasten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-2 wp-block-paragraph\" style=\"font-size:21px\"><strong>Markttrends<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">Tschechien spielt in Europa fast eine Sonderrolle: Die Pkw-Produktion steuert 2026 auf einen Rekord zu. Und auch die Neuzulassungen von Fahrzeugen entwickeln sich sehr positiv. Die positive Konjunkturentwicklung befeuert die Nachfrage nach Fahrzeugen in Tschechien. Analysten von PricewaterhouseCoopers (PwC) erwarten f\u00fcr 2026 bis zu 260.000 Neuwagen. Damit r\u00fcckt das Marktvolumen an den fr\u00fcheren H\u00f6chststand heran (2017: 272.000 Neuzulassungen). Im 1. Halbjahr 2026 stiegen die Verk\u00e4ufe um 6 %. Als Gr\u00fcnde f\u00fcr die Kauffreude nennt PwC unter anderem das wachsende Angebot an Elektroautos, attraktive Leasingangebote sowie den Markteintritt neuer Anbieter. Vor allem chinesische Marken bauen ihre Pr\u00e4senz aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-3 wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong><strong>Im Markenranking kaum Verschiebungen<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">Dank des neuen Elektromodells Elroq und einiger Facelifts der volumenstarken Modelle konnte \u0160koda seinen Marktanteil von 34 % in Tschechien 2025 stabil halten. Die Modelle Octavia, Kamiq, Karoq, Kodiaq, Fabia und Scala waren die sechs meistverkauften Automodelle im Land. Erst dahinter folgte der Hyundai i30. Die S\u00fcdkoreaner kommen auf einen Marktanteil von 8 % und lagen wieder vor Toyota. Die Marke Volkswagen hielt ihren Marktanteil von 6,7 % und belegte Platz 4. Auch die deutschen Hersteller Mercedes-Benz (Platz 7) und BMW (10) verteidigten ihre Marktposition.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">Aus dem Stand heraus in die Top 25 schaffte es 2025 die chinesische Marke Jaecoo. Jaecoo setzt stark auf Plug-in-Hybride und kommt damit am tschechischen Markt gut an, wo reine Elektroautos noch geringe Akzeptanz haben. Insbesondere profitieren die Chery-Modelle von der Strategie, \u00fcber lokale H\u00e4ndler die Pr\u00e4senz auszubauen. F\u00fchrende Gebrauchtwagengruppen vermarkten aktiv chinesische Marken, allen voran die Aures Holding (AAA Auto). Sie importieren chinesische Neuwagen direkt von lokalen Partnern und sorgen auch f\u00fcr Service und Ersatzteile.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">Dominierender Treibstoff bei neu zugelassenen Fahrzeugen war mit leicht gestiegener Tendenz zum Vorjahr Benzin (68 %, inklusive Hybridmodelle). Diesel verlor auf Jahressicht 5 Prozentpunkte und kam auf einen Anteil von 25 %. Reine Batterieautos erreichten knapp 6 % und damit nur wenig mehr als 2024.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-4 wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong><strong><strong>\u0160koda jetzt zweitst\u00e4rkste Automarke in Europa<\/strong><\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">Auch die tschechische Fahrzeugproduktion w\u00e4chst, vor allem dank \u0160koda Auto. Die Volkswagen-Tochter konnte ihre Auslieferungen 2025 weltweit um 13 % auf \u00fcber 1 Million Fahrzeuge steigern. Ihr Umsatz erreichte ein Allzeithoch von rund 30 Milliarden Euro. Im 1. Quartal 2026 setzte \u0160koda Auto seine Erfolgsgeschichte fort. Die Auslieferungen stiegen noch einmal um 14 % gegen\u00fcber der Vorjahresperiode. In Europa war der tschechische Hersteller erstmals die zweitmeistverkaufte Pkw-Marke nach Volkswagen und vor Toyota.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">Anders sieht es bei den beiden anderen tschechischen Fahrzeugfabriken, Hyundai in No\u0161ovice und Toyota in Kol\u00edn, aus. Beide mussten ihre Produktion 2025 drosseln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-5 wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong><strong><strong><strong>Toyota baut k\u00fcnftig Elektroautos in Tschechien<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">Am Standort Kol\u00edn wollen die Japaner ihre erste Produktionsst\u00e4tte f\u00fcr Elektroautos in Europa errichten. F\u00fcr die Werkserweiterung plant Toyota Ausgaben von rund 680 Millionen Euro. Die tschechische Regierung zahlt davon 64 Millionen Euro als Investitionsanreiz f\u00fcr ein Batteriemontagewerk.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">Bei \u0160koda wird das neue kompakte Elektro-SUV Epiq nicht in Tschechien, sondern im nordspanischen VW-Werk Pamplona produziert. Die Kapazit\u00e4ten im Heimatmarkt braucht \u0160koda ab diesem Jahr f\u00fcr das Familien-SUV Peaq. Der Siebensitzer wird das neue elektrische Spitzenmodell der Marke. Er soll wie die Elektroautos Enyaq und Elroq im Stammwerk Mlad\u00e1 Boleslav vom Band laufen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">Dagegen l\u00e4uft es bei Hyundai in No\u0161ovice derzeit nicht so gut. Der Gewinn des einzigen europ\u00e4ischen Werks der S\u00fcdkoreaner war 2025 um 60 % eingebrochen. Auch f\u00fcr 2026 rechnet der Konzern mit einem R\u00fcckgang der Produktion. F\u00fcr das Jahresende hat Hyundai den Produktionsstart eines neuen Modells angek\u00fcndigt. Experten rechnen mit einer Erweiterung der Elektrifizierungsstrategie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-6 wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong><strong><strong><strong><strong>Zulieferer bieten sich der R\u00fcstungsbranche an<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">W\u00e4hrend Tschechiens Autohersteller relativ stabile Ergebnisse erzielen, kommen die Zulieferer st\u00e4rker unter die R\u00e4der. Vor allem die Krise beim deutschen Volkswagen-Konzern belastet das Gesch\u00e4ft. Rund 200 tschechische Firmen sollen VW beliefern. Ihre Auftr\u00e4ge sind in den vergangenen Monaten um mehrere Dutzend Prozent eingebrochen, sagte Petr Knap, strategischer Berater der tschechischen Automobilindustrie, der Presseagentur \u010cTK. Die Maschinenbaugruppe Brano, die T\u00fcr\u2011 und Sitzsysteme herstellt, berichtete laut Tageszeitung Hospod\u00e1\u0159sk\u00e9 noviny von Bestellr\u00fcckg\u00e4ngen in Westeuropa von bis zu 30 %.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">Die Teilehersteller suchen ihr Heil daher in der R\u00fcstungsindustrie. Doch der Zugang zur R\u00fcstungsbranche ist schwierig, erkl\u00e4ren Branchenvertreter. Die Sicherheits\u2011 und Zertifizierungsanforderungen seien sehr streng, die St\u00fcckzahlen klein und die Produkte sehr speziell. Daher bleibt die Verteidigungsindustrie bislang nur ein Nischenmarkt, der die Einbu\u00dfen im traditionellen Gesch\u00e4ft nicht ausgleicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-7 wp-block-paragraph\" style=\"font-size:21px\"><strong>E-Mobility<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">Steigende Benzinpreise, eine gr\u00f6\u00dfere Modellauswahl, mehr Reichweite und sinkende Preise erh\u00f6hen auch in Tschechien das Interesse an Elektroautos. Die Inlandsproduktion steigt, bleibt jedoch weiter hinter dem europ\u00e4ischen Durchschnitt zur\u00fcck. In der EU stieg der Absatz von Batterieautos zwischen Januar und Mai 2026 laut Herstellerverband ACAE um 36 %, in Tschechien jedoch nur um 17 %. Beim Anteil an den Neuzulassungen verzeichnen nur sechs der 27 EU-Staaten niedrigere Werte. Das liegt an fehlenden staatlichen Kaufpr\u00e4mien f\u00fcr die Anschaffung von Elektroautos.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-8 wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Firmenkunden treiben das Gesch\u00e4ft voran<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">Impulse f\u00fcr den Markt in Tschechien entstehen besonders durch Firmenkunden. Aktuell gehen laut Marktkennern rund 90 % der neu zugelassenen Elektroautos an Unternehmen. Die hohen Benzin- und Dieselpreise und die verbesserte Ladeinfrastruktur lassen auch immer mehr einheimische Firmen auf Elektroantrieb umsteigen. Dazu tragen die neuen Modelle von \u0160koda bei, der traditionell beliebtesten Marke in Tschechiens Firmenflotten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">Besonders gro\u00dfe Zuw\u00e4chse bei neu zugelassenen Elektrofahrzeugen gibt es bei Nutzfahrzeugen. Die Verk\u00e4ufe von elektrisch betriebenen Lkw haben sich 2025 gegen\u00fcber dem Vorjahr verf\u00fcnffacht. Der Marktanteil blieb mit 1,5 % aber noch sehr gering.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-9 wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong><strong>Deutsche Hersteller verlieren Marktanteile<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">Dank des neuen Modells Elroq und des weiter erfolgreichen SUV Enyaq konnte \u0160koda Auto 2025 seinen Marktanteil bei den Neuzulassungen von Elektroautos 2025 mehr als verdoppeln. Auf die tschechische Marke entfielen 38 % aller Verk\u00e4ufe. Der bisherige Spitzenreiter Tesla dagegen halbierte seine Marktposition auf 14 %. Die drei deutschen Hersteller Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz verloren Marktanteile in einem insgesamt wachsenden Markt. Bei BMW sanken die Verk\u00e4ufe sogar in absoluten Zahlen \u2013&nbsp; im Ergebnis schrumpfte der Marktanteil um 2 Prozentpunkte auf 3 %.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:22px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignfull size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"914\" height=\"778\" src=\"https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Plus-2026_02_Analyse_Autobranche_Tabelle-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10992\" srcset=\"https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Plus-2026_02_Analyse_Autobranche_Tabelle-1.png 914w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Plus-2026_02_Analyse_Autobranche_Tabelle-1-300x255.png 300w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Plus-2026_02_Analyse_Autobranche_Tabelle-1-768x654.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 914px) 100vw, 914px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:36px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-10 wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong><strong><strong>\u0160koda gr\u00f6\u00dfter Batterielieferant im VW-Konzern<\/strong><\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">Die tschechischen Autohersteller investieren weiter in Technologien f\u00fcr Elektroautos. \u0160koda Auto er\u00f6ffnete im Februar 2026 im Hauptwerk Mlad\u00e1 Boleslav eine neue Montagehalle f\u00fcr Batteriesysteme und ist nun der gr\u00f6\u00dfte Produzent dieser Komponenten im VW\u2011Konzern. In das Projekt investierte Volkswagen \u00fcber 200 Millionen Euro. Bis zu 335.000 Einheiten pro Jahr k\u00f6nnen dort produziert werden.Das \u0160koda\u2011Stammwerk ist der erste Produktionsstandort des Konzerns in Europa, der Cell\u2011to\u2011Pack\u2011Batteriesysteme f\u00fcr den Einsatz in elektrischen Volumenmodellen herstellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">Nach Angaben des Automobilverbands AutoSAP liefen in Tschechien 2025 \u00fcber 224.000 Elektroautos vom Band, fast doppelt so viel wie 2024. Hinzu kamen 61.000 Plugin-Hybride (+60 %).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">Der L\u00f6wenanteil der E-Auto-Produktion entf\u00e4llt auf \u0160koda. Laut AutoSAP produzierte die VW-Tochter 2025 fast 190.000 reine Elektroautos (BEV), ein Plus von 137 % zum Vorjahr. Zugleich verdoppelte \u0160koda seine Auslieferungen an BEV und wurde in diesem Segment zur viertgr\u00f6\u00dften Marke in Europa. Mit dem Kleinwagen Epiq und dem Familien-Van Peaq kommen 2026 zwei neue Modelle auf den Markt, auf die der tschechische Autobauer gro\u00dfe Hoffnungen setzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-11 wp-block-paragraph\" style=\"font-size:21px\"><strong><strong>Branchenstruktur<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">Auch wenn die Produktionszahlen nahe der Rekordst\u00e4nde liegen, steht auch Tschechiens Automobilindustrie vor einer Zeitenwende. Immer mehr Zulieferer m\u00fcssen ihre Werke schlie\u00dfen. Tschechien kann sich der Krise der europ\u00e4ischen Autoindustrie nicht g\u00e4nzlich entziehen. Zu eng sind die Verflechtungen vor allem mit dem deutschen Fahrzeugbau. Die Branche befinde sich in der schwierigsten Phase seit dem Zweiten Weltkrieg, sagte Jaroslav Pov\u0161\u00edk, Betriebsratschef bei \u0160koda Auto, Mitte Juli 2026 in einem Interview. Die geplante Umstrukturierung von Volkswagen k\u00f6nnte seiner Ansicht nach die Zukunft der \u0160koda-Kleinwagen gef\u00e4hrden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">Bei \u0160koda und den anderen Herstellern geht der Gro\u00dfteil der Produktion ins Ausland. Tschechien exportierte 2025 Pkw im Wert von \u00fcber 32 Milliarden Euro. Davon entfielen mehr als 70 % auf die EU. M\u00e4rkte in \u00dcbersee spielen bislang nur eine Nebenrolle. Der Autoexport nach China betrug lediglich 8,4 Millionen Euro, in die USA nur 2,9 Millionen Euro.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-12 wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong><strong><strong><strong>Wachstumsm\u00e4rkte liegen in Asien<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">F\u00fcr \u0160koda Auto liegen die Wachstumsm\u00e4rkte in Zentralasien, Vietnam und vor allem Indien, wo die VW-Tochter eigene Werke betreibt. Allein 2025 investierte \u0160koda Auto fast 2,1 Milliarden Euro und damit 14 % mehr als im Vorjahr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">Auch bei Hyundai gehen die Investitionen trotz Absatzschw\u00e4che weiter. F\u00fcr 2026 plant Hyundai in No\u0161ovice Anlagen zur automatischen Positionierung von Windschutzscheiben, zur Messung der Passgenauigkeit von T\u00fcren und Motorhauben sowie zur Erkennung von Lackfehlern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">Das Toyota-Werk Kol\u00edn profitiert vom Start des neuen Hybrid-Modells&nbsp;Aygo X, das seit Ende 2025 in Tschechien vom Band l\u00e4uft. Bei den weiteren Investitionen in die Fabrik streben die Japaner bis 2030 CO\u2082-Neutralit\u00e4t an.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:22px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignfull size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"925\" height=\"463\" src=\"https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Plus-2026_02_Analyse_Autobranche_Tabelle-2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-11001\" srcset=\"https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Plus-2026_02_Analyse_Autobranche_Tabelle-2.png 925w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Plus-2026_02_Analyse_Autobranche_Tabelle-2-300x150.png 300w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Plus-2026_02_Analyse_Autobranche_Tabelle-2-768x384.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 925px) 100vw, 925px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:36px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-13 wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong><strong><strong><strong><strong>Lkw-Produktion wird sprunghaft steigen<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">Neben der starken Autoindustrie ist Tschechien auch ein wichtiger Produktionsstandort f\u00fcr Busse und Lastkraftwagen. Der einzige Lkw-Hersteller Tatra Trucks, der zur R\u00fcstungsholding CSG geh\u00f6rt, plant bis 2028 eine neue Produktionshalle im m\u00e4hrisch-schlesischen Kop\u0159ivnice. Bis 2030 will Tatra die Jahresproduktion auf 3.000 Fahrzeuge verdoppeln, vor allem dank Auftr\u00e4gen aus dem Verteidigungssektor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-14 wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Keine Traktorenproduktion mehr in Tschechien<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">Dagegen ist die Traktorenproduktion in Tschechien Geschichte. Der letzte Hersteller Zetor stellte die Fertigung am Stammsitz Brno im Sommer 2026 nach 80 Jahren ein. K\u00fcnftig werden Zetor-Traktoren nur noch in Indien hergestellt. Bei Bussen hat Tschechien mit Iveco, SOR Libchavy, KHMC und \u0160koda Electric noch vier Hersteller. Sie steigerten ihre Produktion 2025 um mehr als ein Viertel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-15 wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong>Milliardenumsatz bei den Zulieferern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">Die tschechische Kfz-Zulieferindustrie erzielte 2024 einen Umsatz von rund 31,7 Milliarden Euro. Nach Angaben des Ministeriums f\u00fcr Industrie und Handel liefern rund 900 Unternehmen der Automobilindustrie zu. Den Gro\u00dfteil der Ums\u00e4tze in der Kfz-Industrie erzielen Unternehmen unter ausl\u00e4ndischer Kontrolle. Viele der f\u00fchrenden TIER-1-Unternehmen und Hunderte von Zulieferfirmen fertigen im Land. Die umsatzst\u00e4rksten sind Continental, Bosch, Mobis und Faurecia. Durch die geringere Nachfrage in den europ\u00e4ischen Automobilfabriken sinkt aber die Auslastung der tschechischen Zulieferbetriebe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-16 wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong><strong>Hoher Bedarf an Komponenten&nbsp;<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">Tschechiens Bedarf an Komponenten f\u00fcr die Fahrzeugproduktion ist weiterhin sehr hoch. Im Jahr 2025 importierte das Land Kfz-Teile im Wert von fast 18 Milliarden Euro. Ein Drittel davon kam aus Deutschland. Im 1. Halbjahr 2026 war der Einfuhrwert stabil. Die Importe von Komponenten aus Deutschland stiegen um 1,5 %.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-17 wp-block-paragraph\" style=\"font-size:18px\"><strong><strong><strong>Viele Investitionen in Batterietechnologien<\/strong>&nbsp;<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">Die aktuellen Projekte in der tschechischen Automobilindustrie konzentrieren sich vor allem auf Technologien f\u00fcr Batterieautos. Au\u00dferdem investieren die Unternehmen in die Automatisierung der Produktion und in Energieeffizienz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\">Foto: \u0160koda Auto<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Konzentration auf den europ\u00e4ischen Markt kommt der tschechischen Autobranche zugute. 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