{"id":3756,"date":"2019-10-11T10:47:55","date_gmt":"2019-10-11T08:47:55","guid":{"rendered":"https:\/\/emagazin.plus\/?p=3756"},"modified":"2020-03-25T17:12:42","modified_gmt":"2020-03-25T16:12:42","slug":"zukunftsfaehige-mobilitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/emagazin.plus\/cz\/zukunftsfaehige-mobilitaet\/","title":{"rendered":"Im Wettlauf um eine zukunftsf\u00e4hige Mobilit\u00e4t"},"content":{"rendered":"\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Die einsetzende Welle der Elektromobilit\u00e4t erfasst auch Tschechiens Autoindustrie. \u0160koda Auto bringt noch 2019 einen Plug-in-Hybrid auf den Markt. Ab 2020 sollen erste reine Elektroautos von tschechischen B\u00e4ndern laufen. Immer mehr Kfz-Zulieferer werden in solche Projekte einbezogen. F\u00fcr einen Durchbruch dieser Antriebsform aber muss die Nachfrage breiter z\u00fcnden.<\/h6>\n\n\n\n<p>Tschechiens St\u00e4dte und Gemeinden wollen handeln, um die Verkehrsemissionen\nzu senken. Die Hauptstadt Prag plant eine Auto-Maut, von der Elektrofahrzeuge\nund klimaschonende Autos befreit w\u00e4ren. Diese Ma\u00dfnahme ist in dem im Mai 2019 verabschiedeten\nEntwurf des Plans \u201eP+ f\u00fcr eine nachhaltige Mobilit\u00e4t Prags und seiner Umgebung\u201c\nenthalten. Unklar sind die Termine und Strecken. Im Herbst lag noch keine\nDurchf\u00fchrbarkeitsstudie vor. Bevor es ernst wird, d\u00fcrften wohl drei bis f\u00fcnf\nJahre vergehen, sch\u00e4tzt der f\u00fcr das Ressort Umwelt zust\u00e4ndige stellvertretende\nB\u00fcrgermeister Petr Hlubu\u010dek. Vorher k\u00f6nnte es mit der Ladeinfrastruktur f\u00fcr\nElektromobile losgehen. Die anstehende Modernisierung der Beleuchtungsleitungen\nwill die Stadt nutzen, um in Laternenpf\u00e4hlen Ladepunkte f\u00fcr Elektroautos zu\nschaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Andere tschechische St\u00e4dte haben ebenfalls nachhaltige\nMobilit\u00e4tspl\u00e4ne erarbeitet oder stehen in dem Prozess. An diese Pl\u00e4ne ist die\nweitere Sch\u00f6pfung von EU-F\u00f6rdermitteln aus wichtigen Programmen gebunden. Neben\ndem Ausbau des \u00f6ffentlichen Nahverkehrs, der Radwege und der Elektromobilit\u00e4t gilt\ndas Car-Sharing als weitere M\u00f6glichkeit, CO<sub>2<\/sub> einzusparen. Vier\nFirmen bieten bislang in Tschechien solche Dienste an, die sich vor allem auf\nPrag und Brno konzentrieren. J\u00fcngster Zugang ist die italienische Firma Anytime,\ndie bis Ende 2019 rund 500 Hybridwagen in Prag bereitstellen will. \u0160koda Auto und Volkswagen wollen\n2020 mit WeShare folgen, einem Car-Sharing von elektrischen Autos.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Emissionen: Autohersteller unter Druck<\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"201\" src=\"https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/skoda-4_komprimiert-300x201.jpg\" alt=\"\u0160koda Auto\" class=\"wp-image-3761\" srcset=\"https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/skoda-4_komprimiert-300x201.jpg 300w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/skoda-4_komprimiert-768x515.jpg 768w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/skoda-4_komprimiert-272x182.jpg 272w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/skoda-4_komprimiert.jpg 1021w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption>Foto: \u0160koda Auto<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Die Tschechische Republik ist der f\u00fcnftwichtigste\nAutoproduktionsstandort in der Europ\u00e4ischen Union. Ihre Kraftfahrzeugindustrie steht\nunter dem Druck der neuen EU-Emissionsnormen ab 2021. Gelingt es ihr nicht, den\ndurchschnittlichen CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df ihrer verkauften Flotten erheblich zu\nsenken, drohen hohe Geldstrafen. Auf einem Kolloquium zur Zukunft der Branche betonte\nTschechiens Verband der Automobilindustrie AutoSAP, dass die neuen Ziele nur\n\u00fcber eine massive Wende zur Elektromobilit\u00e4t erreicht werden k\u00f6nnen. \u201eHersteller\nund Zulieferer bereiten sich auf die neuen Trends intensiv vor,\u201c erkl\u00e4rte\nVerbandspr\u00e4sident Bohdan Wojnar. Der Schl\u00fcssel zum Erfolg aber sei das k\u00fcnftige\nInteresse der Kunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das h\u00e4lt sich in Tschechien noch in Grenzen. Zwar wurden\n2018 rund 620 neue Elektroautos angemeldet, doppelt so viele wie im Jahr zuvor.\nDoch verschwindet ihr Anteil am Neuwagenmarkt mit 0,24 %. Die Chance, einem\nausschlie\u00dflich batteriebetriebenen Pkw zu begegnen, ist gering. Mit circa 2.800\nEinheiten gehen sie im Gesamtbestand der rund 5,9 Millionen registrierten Pkw\nunter. Umfragen unter privaten Kunden ergeben regelm\u00e4\u00dfig als Einwand gegen den\nKauf eines Elektroautos den hohen Preis und die mangelnde Ladeinfrastruktur. Eine\nAnschaffung wird erst sehr eingeschr\u00e4nkt gef\u00f6rdert. Das gilt nur f\u00fcr Firmen, Beh\u00f6rden,\nSt\u00e4dte, Gemeinden und meist im Zusammenhang mit der komplexen Beantragung von\nEU-F\u00f6rdermitteln. \u00c4hnlich ist es bei der Ladeinfrastruktur, wo es inzwischen\neinige Aktivit\u00e4t gibt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kaum direkte Anreize f\u00fcr private Elektrokunden<\/h4>\n\n\n\n<p>Da in Tschechien Firmen hinter 70 % der Registrierungen von\nNeuwagen stehen, kommt es auf sie beim Durchbruch der Elektromobilit\u00e4t besonders\nan. Interesse ist vorhanden. Das zeigen 341 Antr\u00e4ge, die Unternehmen im Mai auf\nden Aufruf des Ministeriums f\u00fcr Industrie und Handel zum Kauf von Elektroautos\nund Ladetechnologie stellten. Es ging um F\u00f6rdermittel in H\u00f6he von umgerechnet\n15 Millionen Euro. Im Herbst 2019 soll es eine weitere, die bislang f\u00fcnfte F\u00f6rderrunde\nf\u00fcr Firmen geben.<\/p>\n\n\n\n<p>Der seit Ende 2017 bestehende Aktionsplan f\u00fcr die\ntschechische Automobilindustrie aber hat weit mehr vor bei den zentralen Themen\nElektromobilit\u00e4t, autonomes Fahren und Digitalisierung. Er beruht auf einem\nMemorandum der Regierung mit der Autobranche. Diese dr\u00e4ngt auf einen\nschnelleren Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Einf\u00fchrung direkter Anreize:\nk\u00fcrzere Abschreibungsfristen bei Autos und Ladetechnik, steuerliche\nVerg\u00fcnstigungen etwa bei privat genutzten E-Gesch\u00e4ftswagen, eine\nMehrwertsteuerr\u00fcckerstattung f\u00fcr Privatkunden. Positiv gewertet wird, dass das\noperative Leasing als f\u00f6rderf\u00e4higes Instrument beim Kauf von Elektromobilen\ndurch St\u00e4dte und Gemeinden anerkannt wurde. F\u00fcr nicht ausreichend halten die\nAutobauer Ma\u00dfnahmen wie die im April eingef\u00fchrten speziellen Autokennzeichen\nf\u00fcr E-Autos, ihre Befreiung von der Registrierungsgeb\u00fchr und die M\u00f6glichkeit,\nkostenlos zu parken.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/refuel-1629074_1920_komprimiert-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3956\" width=\"800\" srcset=\"https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/refuel-1629074_1920_komprimiert-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/refuel-1629074_1920_komprimiert-300x200.jpg 300w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/refuel-1629074_1920_komprimiert-768x512.jpg 768w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/refuel-1629074_1920_komprimiert-272x182.jpg 272w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/refuel-1629074_1920_komprimiert.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Foto: Pixabay<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Forschung zu Biomethan, Biokraftstoffen und Wasserstoffantrieb<\/h4>\n\n\n\n<p>Im tschechischen Antriebsportfolio spielt auch Erdgas (CNG) eine\ngewisse Rolle. Mit 23.000 CNG-Fahrzeugen war 2018 ein F\u00fcnftel mehr unterwegs\nals im Vorjahr. Die steuerliche Verg\u00fcnstigung des Kraftstoffs wird bis 2025\nbeibehalten. Auch k\u00f6nnten ab 2021 Autobahnvignetten f\u00fcr Fahrzeuge, die Erdgas\noder Biomethan (komprimiert als CNG oder fl\u00fcssig als LNG) tanken, herabgesetzt\nwerden. Die Gaswirtschaft m\u00f6chte jetzt Biomethan als Kraftstoff konsequenter erproben.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch an Biokraftstoffen und dem Wasserstoffantrieb wird\ngeforscht. Petrochemie-Konzern Unipetrol will 2020 die ersten \u00f6ffentlichen\nWasserstofftankstellen bauen. Bislang gibt es in Tschechien nur eine, die zur\nForschungseinrichtung UJV \u0158e\u017e geh\u00f6rt und vor zehn Jahren f\u00fcr den Test eines\nwasserstoffbetriebenen Elektrobusses gebaut wurde. UniCRE, das\nForschungszentrum von Unipetrol, forscht an einem Biokraftstoff der zweiten\nGeneration aus Abfallbiomasse (Holzschnitzel, S\u00e4gemehl, Stroh).<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Gemischtes Bild beim Antriebsmix<\/h4>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Antriebsmix der Zukunft noch nicht feststeht, sinkt\ndas Interesse an Dieselmotoren weiter. Den Zahlen des Verbandes der\nAutoimporteure SDA zufolge hatten sie 2016 noch einen Anteil von fast 43 % am\nNeuwagenmarkt. Dieser ist bis Mitte 2019 auf 27 % geschrumpft. Hingegen w\u00e4chst der\nMarktanteil der Benziner, zuletzt auf gut 70 %.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"169\" src=\"https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/bosch_komprimiert-300x169.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3954\" srcset=\"https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/bosch_komprimiert-300x169.jpg 300w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/bosch_komprimiert-768x432.jpg 768w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/bosch_komprimiert-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/bosch_komprimiert.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption>Foto: Bosch<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Und wo bleibt die Elektromobilit\u00e4t? Von Januar bis Juni 2019\nwurden 324 reine Elektrofahrzeuge angemeldet. Das waren 0,25 % des Marktes.\nSichtbarer sind elektrische Hybridfahrzeuge. Nach ihnen stieg die Nachfrage\nsprunghaft um 93 % auf 3.674 Fahrzeuge (davon aber nur 128 Plug-in-Hybride).\nDas entsprach 2,9 % des Neuwagenmarkts. Der CNG-Antrieb lag bei 0,6 %. Betrachtet\nman aber nicht den Marktanteil, sondern die Entwicklung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum,\nergibt sich ein anderes Bild: Benziner: -4 %, Diesel: -23 %, Erdgas (CNG): +265\n%, reine Elektroautos: +17 %.<\/p>\n\n\n\n<p>Im gleichen Zeitraum brachen in Tschechien die Pkw-Neuanmeldungen\num \u00fcber ein Zehntel ein. Sogar die Lieblingskategorie der Sport Utility Vehicles\n(SUV) war vom R\u00fcckgang betroffen, wenn auch in geringerem Ma\u00dfe. Ihr Marktanteil\nhat sich in den vergangenen f\u00fcnf Jahren verdoppelt und erreicht aktuell fast\nein Drittel des Neuwagenmarkts. Hinter dem R\u00fcckgang k\u00f6nnte sich neben der\nkonjunkturellen Abk\u00fchlung auch ein St\u00fcck weit aufgeschobene Nachfrage\nverbergen. Manche Kunden warten vielleicht ab, wie sich das Angebot der\nElektromobilit\u00e4t 2020 entfaltet.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Investitionsst\u00e4rkste Industriebranche<\/h4>\n\n\n\n<p>Trotz der schw\u00e4cheren Konjunktur auf wichtigen M\u00e4rkten erzielten\ndie Kraftfahrzeughersteller am Standort Tschechien 2018 mit 1,47 Millionen Einheiten,\ndavon 1,44 Millionen Pkw, einen neuen Produktionsrekord. Umsatz und Export\nerreichten ebenfalls ein neues Maximum, obwohl die Zuw\u00e4chse sehr abschw\u00e4chten. AutoSAP\nzufolge haben die Kfz-Endhersteller 618 Milliarden tschechische CZK umgesetzt (rund\n24 Milliarden Euro; Durchschnittskurs\n2018: 1 Euro = 25,643 Kc), ein Plus von 0,6 %. Die Erl\u00f6se der Zulieferer\nunter den Verbandsmitgliedern stagnierten bei umgerechnet 18 Milliarden Euro. Geht\nes nach den Produktionszahlen der ersten sieben Monate, k\u00f6nnte das Jahr 2019\n\u00e4hnlich gut ausfallen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Wettbewerb um zukunftsf\u00e4hige Mobilit\u00e4tsl\u00f6sungen kommt es\nauf Forschung und Entwicklung an. Nach Angaben des Tschechischen Statistikamts\ngab die Autoindustrie daf\u00fcr 2017 rund 405 Millionen Euro aus. Das entsprach mehr\nals einem Drittel der Forschungsausgaben des verarbeitenden Gewerbes. Insgesamt\nbeliefen sich die Investitionen der Kraftfahrzeugindustrie auf fast 2,6\nMilliarden Euro. <\/p>\n\n\n\n<p>Der anhaltende Fachkr\u00e4ftemangel und steigende L\u00f6hne treiben\nden Automatisierungs- und Digitalisierungstrend an. Solche Investitionsprojekte\nsind allgegenw\u00e4rtig. Aus dem Zuliefersektor kommen Erweiterungsmeldungen. Immer noch siedeln\nsich auch neue Unternehmen an. Forschung und Entwicklung spielt eine wachsende\nRolle. Bosch er\u00f6ffnete im September 2019 ein neues F&amp;E-Zentrum in \u010cesk\u00e9 Bud\u011bjovice.\nDer Anbieter von Entwicklungsdienstleistungen Porsche Engineering Services hat seit\n2018 eine Niederlassung in Ostrava. Schwerpunkt ist die Entwicklung innovativer\nSoftware in den Bereichen Elektromobilit\u00e4t und autonomes Fahren. <\/p>\n\n\n\n<p>Die weltweiten Emissionsversch\u00e4rfungen sind Herausforderung\nund Chance zugleich. Das Bosch-Werk in \u010cesk\u00e9 Bud\u011bjovice ist inzwischen ein\nZentrum f\u00fcr die Herstellung von Abgasnachbehandlungssystemen f\u00fcr Dieselmotoren.\nCataler investiert in Ostb\u00f6hmen in eine Produktion von Katalysatoren f\u00fcr\nBenzinmotoren. Das erste Werk der japanischen Firma in Europa soll rund 1\nMillion Katalysatoren pro Jahr herstellen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Start ins Elektrozeitalter<\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"200\" src=\"https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/skoda-2_komprimiert-300x200.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3766\" srcset=\"https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/skoda-2_komprimiert-300x200.jpg 300w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/skoda-2_komprimiert-768x511.jpg 768w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/skoda-2_komprimiert-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/skoda-2_komprimiert-272x182.jpg 272w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/skoda-2_komprimiert.jpg 1027w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption>Foto:  \u0160koda Auto<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Viele Projekte betreffen die Fertigung von Elektroautos und\nihren Komponenten. Im Mai 2019 hat \u0160koda Auto die Submarke iV vorgestellt, mit\nder der Hersteller fortan seine elektrifizierten Fahrzeuge und das \u00d6kosystem dazu\nkennzeichnet. Als erstes Modell soll im Herbst 2019 der \u0160koda Superb iV mit\nPlug-in-Hybridantrieb in Kvasiny vom Band rollen. Ausgestattet wird er mit\neiner Hochspannungsbatterie, die das \u0160koda-Hauptwerk in Mlad\u00e1 Boleslav\nproduziert. Dieses ist f\u00fcr 25,3 Millionen Euro umgebaut worden, um ab September\nSerienteile f\u00fcr Elektrofahrzeuge des VW-Konzerns zu produzieren. Das erste rein\nelektrische Fahrzeug in der Geschichte des Unternehmens wird der Kleinwagen \u0160koda\nCitigo iV, der ab dem 4. Quartal 2019 in der Slowakei gebaut wird. In Mlad\u00e1\nBoleslav folgt 2020 der Vision iV mit 500 Kilometern Reichweite. Bis 2022 plant\n\u0160koda \u00fcber 30 neue Modelle, mindestens ein Drittel elektrifiziert. Im Antriebsangebot ist aber auch Erdgas unter\nder Submarke G-Tec.<\/p>\n\n\n\n<p>Presseberichten aus S\u00fcdkorea zufolge investiert Hyundai in sein\nWerk in No\u0161ovice, um dort ab 2020 das Modell Kona in der Elektroversion zu\nproduzieren. Diese Nachricht wollte Hyundai Motor Manufacturing Czech (HMMC) im\nSommer gegen\u00fcber der&nbsp; Tschechischen\nNachrichtenagentur \u010cTK noch nicht kommentieren. Passen w\u00fcrde ein elektrischer City-SUV\nin die europ\u00e4ische Nachfragelandschaft. Dominantes Modell im Werk No\u0161ovice ist\nder Kompakt-SUV Hyundai Tucson, der neben der Standardvariante auch als 48-Volt-Mild-Hybridsystem\nhergestellt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der einsetzenden Welle der Elektromobilit\u00e4t in Europa ergeben\nsich neue Investitionschancen. Mitsubishi Electric Corporation investiert in\nSlan\u00fd in den Aufbau einer Produktion von integrierten Startern und Generatoren\nf\u00fcr milde Hybride. AGC Automotive Czech wird in Chude\u0159ice f\u00fcr den\nElektro-Porsche Taycan, der 2020 auf den Markt kommt, ein spezielles Glas\nproduzieren. Es wurde zusammen mit Porsche entwickelt. ZF erweiterte das Zentrum\nin Pilsen um ein Entwicklungs- und Testzentrum, bei dem Projekte der\nElektromobilit\u00e4t eine gro\u00dfe Rolle spielen werden. Neue Produkte und\nMobilit\u00e4tsl\u00f6sungen entwickelt das \u0160koda Auto DigiLab in Prag. <\/p>\n\n\n\n<p>Tschechiens Zuliefersektor, der noch sehr auf konventionelle Pkw und die Verbrennungstechnologie ausgerichtet ist, diversifiziert. Wie eine Befragung von EY unter tschechischen Teileherstellern ergab, hat mehr als die H\u00e4lfte von ihnen ihre Produktion schon teilweise auf den Bedarf f\u00fcr Elektroautos umgestellt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"651\" src=\"https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/fuel-gauge-163728_1280_komprimiert-1024x651.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3958\" srcset=\"https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/fuel-gauge-163728_1280_komprimiert-1024x651.jpg 1024w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/fuel-gauge-163728_1280_komprimiert-300x191.jpg 300w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/fuel-gauge-163728_1280_komprimiert-768x488.jpg 768w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/fuel-gauge-163728_1280_komprimiert.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Foto: Pixabay<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Text: Miriam Neubert<br>Beitragsfoto: Pixabay<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die einsetzende Welle der Elektromobilit\u00e4t erfasst auch Tschechiens Autoindustrie. \u0160koda Auto bringt noch 2019 einen Plug-in-Hybrid auf den Markt. Ab 2020 sollen erste reine Elektroautos von tschechischen B\u00e4ndern laufen. Immer mehr Kfz-Zulieferer werden in solche Projekte einbezogen. 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