{"id":5919,"date":"2020-10-02T16:36:44","date_gmt":"2020-10-02T14:36:44","guid":{"rendered":"https:\/\/emagazin.plus\/?p=5919"},"modified":"2025-02-06T11:48:36","modified_gmt":"2025-02-06T10:48:36","slug":"tschechiens-autoindustrie-und-die-elektromobilitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/emagazin.plus\/cz\/tschechiens-autoindustrie-und-die-elektromobilitaet\/","title":{"rendered":"Tschechiens Autoindustrie steigt in die Elektromobilit\u00e4t ein"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size\">Die wichtigste tschechische Industriebranche muss 2020 ihre schwerste Rezession bew\u00e4ltigen, ohne die Transformation hin zu emissionsarmen Technologien aus dem Auge zu verlieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Jahr 2020 hatte vielversprechend begonnen. Vor dem Hintergrund eines von Produktion und Ums\u00e4tzen her noch einmal sehr positiven Vorjahres legten die tschechischen Kraftfahrzeughersteller zun\u00e4chst zu. Doch streute der Einzug des Coronavirus nach Europa dann so massiv Sand ins Getriebe, dass die Branche zeitweilig herunterfuhr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-luminous-vivid-orange-color has-text-color\" style=\"font-size:18px\"><strong>Ein F\u00fcnftel weniger Pkw f\u00fcr 2020 erwartet<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl die f\u00fcnf Werke der am Standort produzierenden Pkw-Hersteller seit Ende April sukzessive wieder anliefen und sich die Produktion allm\u00e4hlich erholt, wird der Aussto\u00df weit unter dem von 2019 mit 1,42 Millionen Einheiten bleiben. Der Verband der Automobilindustrie AutoSAP rechnete im August f\u00fcr das Gesamtjahr 2020 mit einem R\u00fcckgang um mindestens ein F\u00fcnftel. Fast alles h\u00e4ngt von den Auslandsm\u00e4rkten ab, da der Gro\u00dfteil der Fahrzeuge in den Export geht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"290\" src=\"https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/PLUS-03_2020_Tabelle-kfz-in-CZ-1024x290.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-5920\" srcset=\"https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/PLUS-03_2020_Tabelle-kfz-in-CZ-1024x290.png 1024w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/PLUS-03_2020_Tabelle-kfz-in-CZ-300x85.png 300w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/PLUS-03_2020_Tabelle-kfz-in-CZ-768x218.png 768w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/PLUS-03_2020_Tabelle-kfz-in-CZ.png 1143w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Nach Zahlen des Tschechischen Statistikamtes sind die Ums\u00e4tze der Kraftfahrzeugindustrie im Vergleich zum Vorjahr im 1. Quartal um rund 7 % zur\u00fcckgegangen. Im 2. Quartal brachen sie dann um 43 % ein \u2013 so dramatisch wie in keiner anderen Industriebranche. \u00c4hnlich war die Entwicklung bei Produktion und Auftr\u00e4gen. Noch 2019 hatten die Ums\u00e4tze der Mitgliedsfirmen von AutoSAP um 1,9 % zugenommen und mit 1.124 Milliarden K\u010d einen neuen H\u00f6chststand erreicht. Es war das vierte Jahr hintereinander mit Erl\u00f6sen \u00fcber der Schwelle von 1.000 Milliarden K\u010d. Auch der Export war noch einmal um 2,3 % auf 942 Milliarden K\u010d angestiegen. Diese Zuw\u00e4chse betrafen vor allem die Endfertiger, die 658 Milliarden K\u010d umsetzten. Die Zulieferer hingegen sp\u00fcrten die internationale Abk\u00fchlung schon und setzten mit 441 Milliarden K\u010d gut 4 % weniger um.<\/p>\n\n\n\n<p>So wie zu Beginn der Coronakrise die schlechten Zahlen statistisch erst mit Verz\u00f6gerung eintrafen, sieht es auch bei der Aufw\u00e4rtsentwicklung aus. Viele Unternehmen der Branche arbeiteten nach der Sommerpause wieder unter Volldampf und hatten sogar Probleme, die n\u00f6tigen Mitarbeiter zu finden. Die Lokomotive der tschechischen Automobilindustrie, \u0160koda Auto, schloss es nicht aus, im 4. Quartal vom Umsatz her an das Niveau des Vorjahres anschlie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Doch brachte die 2. Coronawell neue Fragezeichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Von Wohl und Weh der Automobilindustrie, die in viele weitere Wirtschaftsbereiche hineinreicht, h\u00e4ngt Tschechiens Volkswirtschaft in hohem Ma\u00dfe ab. Sie erl\u00f6st laut AutoSAP rund 26 % der Industrieums\u00e4tze und tr\u00e4gt 23 % des Exportwerts, besch\u00e4ftigt 180.000 Arbeitnehmer direkt und indirekt fast 500.000. Aktuell verhandelt der Verband mit der Regierung \u00fcber Ma\u00dfnahmen, die die Wettbewerbsf\u00e4higkeit st\u00fctzen \u2013 schnellere Abschreibungsmodi, direkte Investitionen in Technologie, Infrastrukturen, Forschung, Entwicklung und Ausbildung. Das Besch\u00e4ftigungsprogramm Antivirus, eine tschechische Version der Kurzarbeit, hat die Regierung verl\u00e4ngert und will das Instrument grunds\u00e4tzlich ab 2021 einf\u00fchren. Es ist ein wichtiges Anliegen der Autoindustrie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-luminous-vivid-orange-color has-text-color\" style=\"font-size:18px\"><strong>Serienfertigung von Elektroautos gestartet<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Coronavirus hat den tschechischen Start ins Zeitalter der Elektromobilit\u00e4t erschwert, aber nicht gestoppt. Sie ist nicht die einzige alternative Antriebsform mit Potenzial, gilt aber angesichts des Drucks der EU-Emissionsvorschriften als die aktuell am weitesten fortgeschrittene L\u00f6sung. Erstmals laufen 2020 reine Elektrofahrzeuge in Serie von tschechischen B\u00e4ndern. Als erstes Werk am Standort Tschechien hat Hyundai Motor Manufacturing Czech (HMMC) im M\u00e4rz mit dem Kona Electric die serienm\u00e4\u00dfige Produktion eines reinen Elektrofahrzeugs gestartet. Der zum Volkswagen Konzern geh\u00f6rende tschechische Automobilhersteller \u0160koda Auto feierte die Weltpremiere seines Elektro-SUV, des \u0160koda Enyaq iV, am 1. September 2020 in Prag. Mit diesem Modell bricht \u0160koda Auto 125 Jahre nach seiner Gr\u00fcndung in eine neue Antriebs\u00e4ra auf. Die Serienproduktion startet Ende 2020. Die Markteinf\u00fchrung ist f\u00fcr Anfang 2021 geplant. Unter der Submarke \u0160koda iV soll bis Ende 2022 eine Serie von zehn weiteren Elektromodellen auf den Markt kommen. F\u00fcr das Jahr 2025 rechnet \u0160koda damit, dass der Verkaufsanteil von Fahrzeugen mit reinem Elektro- und Plug-in-Hybridantrieb ein Viertel erreicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u0160koda Enyaq iV wird als erstes Fahrzeug im Volkswagen Konzern auf Basis des Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) au\u00dferhalb Deutschlands gebaut. Produziert wird es im Stammwerk in Mlad\u00e1 Boleslav \u2013 und zwar zusammen mit anderen Modellen, die auf der Technologieplattform des Modularen Querbaukastens (MBQ) basieren. \u0160koda Auto hat 32 Millionen Euro investiert, um eine bestehende Fertigungslinie umzubauen. Diese schafft es, parallel Fahrzeuge auf der einen, wie anderen Basis zu bauen, was bislang im Volkswagen Konzern einmalig ist. In Mlad\u00e1 Boleslav laufen dadurch der rein batterieelektrische \u0160koda Enyaq iV, der Octavia und das Kompakt-SUV Karoq vom selben Band.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Wandel erfasst auch den Zuliefersektor, der vorrangig noch auf den Verbrennungsmotor ausgerichtet ist. Strategisch aber beginnen viele Unternehmen zu diversifizieren, um in dem neuen Segment Teil der Wertsch\u00f6pfungskette zu bleiben. Einige mussten unter dem Coronaschock und durch Liquidit\u00e4tsprobleme Investitionsvorhaben k\u00fcrzen oder aufschieben. Andere nutzten die Zwangspause, um Automatisierungs- und Digitalisierungsvorhaben umzusetzen und beim Weg aus der Krise besser ger\u00fcstet zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-luminous-vivid-orange-color has-text-color\" style=\"font-size:18px\"><strong>Impulse f\u00fcr neue Mobilit\u00e4tsl\u00f6sungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Um Tschechien im Wettbewerb um zukunftsf\u00e4hige Mobilit\u00e4tsl\u00f6sungen besser zu positionieren, arbeiten Staat und Autoindustrie an einer neuen Initiative \u2013 der Plattform Mobility Innovation Hub. Sie beruht auf einem gemeinsamen Memorandum. Das Ziel: globale innovative Mobilit\u00e4tsprojekte an den Standort zu ziehen und im engen fachlichen Austausch mit Gro\u00dfunternehmen, Universit\u00e4ten, Technologiefirmen, Startups und \u00f6ffentlichen Stellen ein Netzwerk aufzubauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Impulse f\u00fcr das autonome Fahren soll ein Katalog zu Testgebieten f\u00fcr autonome Fahrzeuge geben. Das Zentrum f\u00fcr Verkehrsforschung stellte ihn im Mai vor. Er liefert spezifische Informationen zu Abschnitten des tschechischen Stra\u00dfennetzes und soll die Arbeit von Entwicklern, Softwareingenieuren und Technikern erleichtern. Ein wichtiges Investitionsprojekt startet BMW bei Sokolov. Der Automobilhersteller hat die Genehmigung f\u00fcr den Bau eines Entwicklungs- und Teststreckenzentrums erhalten, das auf 650 Hektar alternative Antriebe, autonomes Fahren und Digitalisierung erproben soll. Geplante Investition: 250 Millionen Euro.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"798\" height=\"499\" src=\"https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/PLUS-03_2020_charging-station.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5918\" srcset=\"https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/PLUS-03_2020_charging-station.jpg 798w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/PLUS-03_2020_charging-station-300x188.jpg 300w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/PLUS-03_2020_charging-station-768x480.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 798px) 100vw, 798px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-luminous-vivid-orange-color has-text-color\" style=\"font-size:18px\"><strong>Enge Lieferverflechtung mit Deutschland<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Deutsche Hersteller haben laut dem Tschechischen Statistikamt 2019 mit einem Wert von 4,2 Milliarden Euro mehr als 40 % der von Tschechien importierten Kfz-Komponenten in der Warenkategorie SITC 784 geliefert. Im 1. Halbjahr 2020 war es mit 1,4 Milliarden Euro ein Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt fielen die Einfuhren in dem Segment um 29 % auf 3,7 Milliarden Euro.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnlich war der R\u00fcckschlag f\u00fcr Tschechiens Kfz-Zuliefersektor, in dem viele Niederlassungen deutscher Unternehmen agieren. Seine weltweiten Ausfuhren brachen um ein Drittel auf 4,9 Milliarden Euro ein. Ebenso stark fielen die Exporte nach Deutschland auf rund 2 Milliarden Euro.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-luminous-vivid-orange-color has-text-color\" style=\"font-size:18px\"><strong>Neuwagenmarkt steigt aus dem Coronatal<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Unsicherheit um Covid-19 und die Notstandsma\u00dfnahmen haben den Pkw-Neuwagenmarkt schwer mitgenommen. Doch fiel der R\u00fcckgang im 1. Halbjahr 2020 laut dem Europ\u00e4ischen Automobilherstellerverband ACEA mit -26 % nicht so stark aus wie im Durchschnitt der Europ\u00e4ischen Union (EU) von -38 %. Im Juli waren es in Tschechien keine zweistelligen Einbu\u00dfen mehr (-9 %).<\/p>\n\n\n\n<p>In den ersten sieben Monaten wurden dem Verband der Autoimporteure SDA zufolge 25 % weniger leichte Nutzfahrzeuge registriert und 41 % weniger Lkw. Der Bus- und Motorradmarkt verzeichnete Zuw\u00e4chse. Die Registrierung importierter Gebrauchtwagen fiel um ein F\u00fcnftel auf gut 84.500 Einheiten. Mehr als die H\u00e4lfte der Fahrzeuge hatte mehr als 10 Jahre auf dem Buckel, ein F\u00fcnftel sogar mehr als 15.<\/p>\n\n\n\n<p>Autoh\u00e4ndler haben nach mehreren Wochen Zwangsschlie\u00dfung seit Ende April wieder ge\u00f6ffnet. Doch spielte die Stimmung im Sommer noch nicht mit. Durch die Zur\u00fcckhaltung der K\u00e4ufer bei Neuanschaffungen und die Einfuhr \u00e4lterer Gebrauchtwagen ist das Durchschnittsalter der Autos auf Tschechiens Stra\u00dfen im 1. Halbjahr 2020 auf \u00fcber 15 Jahre angestiegen. Da es die Firmen sind, die mit 70 % den Gro\u00dfteil der neuen Pkw und leichten Nutzfahrzeuge registrieren, h\u00e4ngt viel von deren wirtschaftlicher Erholung ab.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"456\" src=\"https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/PLUS-03_2020_Tabelle-Absatz-von-kfz-in-CZ-1024x456.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-5924\" srcset=\"https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/PLUS-03_2020_Tabelle-Absatz-von-kfz-in-CZ-1024x456.png 1024w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/PLUS-03_2020_Tabelle-Absatz-von-kfz-in-CZ-300x133.png 300w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/PLUS-03_2020_Tabelle-Absatz-von-kfz-in-CZ-768x342.png 768w, https:\/\/emagazin.plus\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/PLUS-03_2020_Tabelle-Absatz-von-kfz-in-CZ.png 1115w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-luminous-vivid-orange-color has-text-color\" style=\"font-size:18px\"><strong>Zuw\u00e4chse bei Hybriden und Elektroautos<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hinsichtlich der Modellklassen blieben auch in der Krise die SUV in den ersten sieben Monaten in F\u00fchrung mit 35 % des Pkw-Neuwagenmarkts. Es folgten mit je 17 % das Segment Kleinwagen und untere Mittelklasse, die Mittelklasse mit 14 % und Minivans mit 9 %. Die Marke \u0160koda bleibt mit einem Anteil von 38 % Favorit in ihrem Heimatmarkt. Danach kommen Hyundai und Volkswagen mit je 8 % sowie Dacia mit 5 %.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den Antrieben hat sich der Absturz des Dieselmotors nicht weiter fortgesetzt. Er hielt rund 29 % des Marktes, die Benziner 66 %. An dritter Stelle mit knapp 1 % standen reine Elektroautos. Ihre Zahl hat sich auf 1.100 gegen\u00fcber dem Vorjahreszeitraum verdreifacht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-luminous-vivid-orange-color has-text-color\" style=\"font-size:18px\"><strong>Neue Ziele f\u00fcr saubere Mobilit\u00e4t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dieser eindrucksvolle Zuwachs kann nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass es in Tschechien keine breiten und systemischen Kaufanreize f\u00fcr alternative Antriebe gibt. Private K\u00e4ufer erhalten bislang keine direkte F\u00f6rderung. Die vorhandenen Hilfen basieren auf EU-F\u00f6rdermitteln und richten sich an Firmen, Kommunen oder Betreiber des \u00f6ffentlichen Nahverkehrs. Den Kauf von Elektromobilen und die Einrichtung von Ladetechnik bei KMU und gro\u00dfen Unternehmen unterst\u00fctzt das Programm \u201eKohlendioxidarme Technologien \u2013 Elektromobilit\u00e4t\u201c im Rahmen des auslaufenden Operationellen Programms Unternehmen und Innovationen f\u00fcr Wettbewerbsf\u00e4higkeit OP PIK. Das Interesse war gro\u00df. Deswegen wurde die seit Januar 2020 laufende 5. F\u00f6rderrunde bis Ende Juli verl\u00e4ngert, das Volumen von 50 Millionen K\u010d auf 150 Millionen K\u010d aufgestockt. Daf\u00fcr entfiel eine geplante 6. F\u00f6rderrunde zu dem Thema.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass mehr geschehen muss, ist klar, denn die Ziele sind hoch gesteckt. Mitten in der Coronakrise hat die Regierung im April 2020 die Aktualisierung des Nationalen Plans f\u00fcr saubere Mobilit\u00e4t verabschiedet. Er ber\u00fccksichtigt die Ziele im Klimaplan und Green Deal der Europ\u00e4ischen Union, die bis Mitte des Jahrhunderts Klimaneutralit\u00e4t anstrebt. F\u00fcr 2030 ist darin bei elektrischen Pkw eine Bandbreite von 220.000 bis 500.000 Einheiten ausgewiesen. Aktuell sind es erst \u00fcber 3.000. Neben Erdgas in Form von CNG und LNG spielt in diesem Mobilit\u00e4tsplan auch Wasserstoff perspektivisch eine wichtige Rolle. Bis zu 50.000 solcherart betriebene Fahrzeuge sind vorgesehen. In der Gegenwart ist Wasserstoff aber erst in der Erprobung, gibt es noch kein Tankstellen-Netz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-luminous-vivid-orange-color has-text-color\"><em>Weitere Infos: <a href=\"https:\/\/www.gtai.de\/gtai-de\/trade\/weltkarte\/europa\/tschechische-republik-118822\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.gtai.de\/tschechien<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Text: Miriam Neubert, Germany Trade &amp; Invest<br>Foto: pixabay\/street-2835261, pixabay\/charging-station-4632700<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die wichtigste tschechische Industriebranche muss 2020 ihre schwerste Rezession bew\u00e4ltigen, ohne die Transformation hin zu emissionsarmen Technologien aus dem Auge zu verlieren.<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":5917,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"om_disable_all_campaigns":false,"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"_uf_show_specific_survey":0,"_uf_disable_surveys":false,"footnotes":""},"categories":[22,276],"tags":[],"class_list":["post-5919","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-analyse-cz","category-mobilitaet-03-2020"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.0","language":"cz","enabled_languages":["de","cz"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":true},"cz":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v23.4 - 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