„Wenn ich tschechische/r Wirtschaftsminister/in wäre …“

Managing Director, Autoneum Pilsen
Ich würde einen speziellen Ausschuss aus Vertretern der Industrie, Wissenschaft und Politik gründen, um Unternehmen pragmatische Lösungen zu bieten, agil auf die volatilen Märkte zu reagieren. Kurzarbeit, flexiblere Arbeitsmarktbedingungen, schnelle Genehmigungsprozesse, online und kostengünstig müssen erste Ziele sein. Agilität und Schnelligkeit, darauf wird es ankommen, das gilt für Staat und Unternehmen.
Uwe Hengstermann, Managing Director, Autoneum Pilsen

Geschäftsführer, Drees & Sommer
Ich würde mit meinen KollegInnen daran arbeiten, die Wettbewerbsfähigkeit der Tschechischen Republik zu stärken. Dazu zählen die stärkere Einbindung von Gemeinden in strategische Investitionen sowie die Vereinfachung der Baurechtsänderungen von 2024 zur Schaffung verlässlicher Genehmigungsprozesse.
Markus Ising, Geschäftsführer, Drees & Sommer

Geschäftsführer, Grafton Recruitment & Gi Group
Ich würde mich in erster Linie auf die Unterstützung des Staates im Bereich ausländischer Investitionen konzentrieren, auf die Anziehung neuer Unternehmen sowie auf die Förderung bestehender Firmen, die eine Erweiterung ihrer Tätigkeit auf dem Gebiet Tschechiens in Betracht ziehen. Das Ziel ist, dass das geplante BIP-Wachstum für 2026 nicht in erster Linie durch den Binnenkonsum, sondern durch eine höhere Leistungsfähigkeit der Unternehmen getragen wird.
Martin Malo, Geschäftsführer, Grafton Recruitment & Gi Group

Vertriebsleiter, Greenbuddies
Ich würde ein langfristiges Energiekonzept ausarbeiten, das ein vorhersehbares Umfeld für Investoren schafft und stabil an Förderprogramme wie RES+ anknüpft. Klare Regeln und eine durchdachte Unterstützung werden Kapital anziehen, die Entwicklung erneuerbarer Energiequellen beschleunigen, die Energieselbstständigkeit stärken und das Vertrauen in die tschechische Energiebranche festigen.
Dan Štajner, Vertriebsleiter, Greenbuddies

Partnerin im Bereich Accounting Outsourcing, Forvis Mazars
Ich würde die Bürokratie für kleine und mittlere Unternehmen vereinfachen, damit sie sich auf Innovationen statt auf Papierkram konzentrieren können. Ich würde die Digitalisierung und den Zugang zu modernen Technologien fördern, die den Unternehmen helfen, zu wachsen und auch auf dem globalen Markt wettbewerbsfähig zu sein.
Alena Manová, Partnerin im Bereich Accounting Outsourcing, Forvis Mazars

Vorsitzender des Verwaltungsrats, IXPERTA
Als Erstes würde ich eine strategische Erweiterung des Netzes der Auslandsvertretungen der Tschechischen Republik in vielversprechenden Märkten initiieren. Diese Vertretungen sollten aktiv nach neuen Geschäftsmöglichkeiten suchen, tschechische Unternehmen mit ausländischen Partnern zusammenbringen und das Exportpotenzial der tschechischen Wirtschaft systematisch fördern.
Tomáš Hájek, Vorsitzender des Verwaltungsrats, IXPERTA

Geschäftsführer,
ZF Engineering Plzeň
Als erstes würde ich die Hightech-Agenda angehen und hochqualifizierte Jobs in Zukunfts-Schlüsselindustrien fördern, so dass Tschechien auch weiterhin als Industrienation erfolgreich die Zukunft gestalten kann.
Mathias Eickhoff, Geschäftsführer, ZF Engineering Plzeň

Rechtsanwalt,
bpv Braun Partners
Ich würde umgehend meine deutsche Ministerkollegin kontaktieren, um unser Vorgehen bezüglich der Strompreise für Unternehmen zu koordinieren, die Deutschland stark subventionieren möchte. In der EU sollten reiche Länder wie Deutschland mit ihren Subventionen nicht die Wettbewerbsfähigkeit ärmerer Länder gefährden. Andererseits bedrohen die hohen Preise die Wirtschaft von uns allen – und wir müssen dieses Problem lösen.
Tomáš Chmelík, Rechtsanwalt, bpv Braun Partners
