Gewinner: 4dot aus Tschechien sagt Maschinendefekte voraus

Gewinner des internationalen Startup-Wettbewerbs der DTIHK „Connect Visions to Solutions“ ist 4dot Mechatronics Systems aus Tschechien. Am 24. Oktober wählte die Jury den Sieger auf der Winners´ Night in der Hauch Gallery aus vier Finalisten, die in ihren Pitches Lösungen im Bereich künstlicher Intelligenz präsentierten. Nahezu 200 Startups aus 30 Ländern hatten sich beim 4. Jahrgang des Wettbewerbs beworben. Unmittelbar vor dem Finale präsentierten Experten von globalen Unternehmen, Universitäten aus Tschechien und Deutschland sowie der Hauptstadt Prag auf der Konferenz „AI-Forum“ ihre Visionen und Business-Modelle zur Anwendung Künstlicher Intelligenz in der Industrie.


„Industry + AI = Competitiveness“ war das TopThema. Für die Wettbewerbspartner Bosch, Siemens, Škoda Auto und die Hauptstadt Prag suchte die DTIHK innovative Lösungen aus dem Bereich künstliche Intelligenz. „Genau diese Ökosysteme aus Industrie und Gründern wollen wir miteinander vernetzen“, so DTIHK-Präsident Jörg Mathew. Das Spektrum umfasst die Bereiche Autonomes Fahren und Mobilitätsservices, Robotics, Big Data oder Predictive Maintenance in der Produktion. Das Gewinner-Startup 4dot, nominiert von Siemens, bietet eine Lösung für Industrie 4.0. „Unser Monitoring-Tool Chipmunk sammelt Daten mit Sensoren, die direkt auf Maschinenkomponenten platziert sind, und schickt sie in die Cloud, wo sie ausgewertet werden“, erklärte Martin Podešva von 4dot. Der Publikumspreis wiederum ging an „Brighter AI“ aus Deutschland, das sich auf die Anonymisierung digitaler Daten spezialisiert hat, so dass sie im Sinne des Datenschutzes verarbeitet und analysiert werden können. Ebenso im Finale waren OmegaLambdaTec aus Deutschland und RoadEO aus den Niederlanden.

Auf dem AI-Forum diskutierten zuvor Experten und Top-Manager aus Deutschland und Tschechien die Chancen, die Künstliche Intelligenz im Bereich Industrieproduktion, Mobilität, aber auch Smart City bietet. Was die Unternehmen umtreibt, ist die Suche nach KI-Anwendungen, die ein Geschäftsmodell darstellen. Neben den Chancen sehen Ute Schmid, Universität Bamberg, und Michal Pěchouček, TU Prag sowie CTO von Avast, auch enorme Risiken. „KI muss erklärbar sein und sie muss fair sein, um der Gesellschaft zu dienen und sie nicht zu zerstören“, so Pěchouček. „Die Erklärbarkeit kann KI in Europa pushen“. In diesem Sinne scheint der Wettbewerbspartner Prager Magistrat auf dem richtigen Weg. Ratsherr Vít Šimral stellte die Initiative „Prague AI“ vor und berichtete über Online-Kurse, die künstliche Intelligenz für die Prager Bürger verstehbar machen sollen. Für Šimral eine wichtige Voraussetzung für eine funktionierende Smart City.

Fotos: Jaromír Zubák

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