Das Wort „Czexit“ ist bei uns übrigens verboten

Wirtschaftswissenschaftler, Minister, Berater, Verbandspräsident, ein Wirkungskreis in Europa und Übersee – Vladimír Dlouhý kann irgendwie alles, und er will vielleicht auch alles. Nach der Samtenen Revolution formte er als Wirtschaftsminister die neue Gestalt Tschechiens wesentlich mit. Und auch heute noch gehört er zu den tonangebenden Persönlichkeiten – nicht nur in Sachen Wirtschaft.

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Diskutieren, wie sich die Visegrád-Staaten die EU vorstellen

Er ist laut F.A.Z.-Rangliste der wichtigste Ökonom Deutschlands. Die aktuellen Analysen der Wirtschaftspolitik und des Geschäftsklimas des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung sind für Politik und Wirtschaft Pflichtlektüre. Mit Clemens Fuest haben wir in Prag den Erfolg der deutsch-tschechischen Wirtschaft, die Visegrád-Staaten und die Zukunft der EU unter die Lupe genommen.

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Großmeister der Automobilindustrie und Gründungspräsident der DTIHK

Was er in Sachen Auto anfasste, machte er groß. Zum Beispiel den Käfer in den USA als Leiter von „Volkswagen of America“ in den 60er Jahren, oder die Continental AG. Als Vorstandsvorsitzender stellte er bei Volkswagen schließlich die Weichen zu dem, was der deutsche Autobauer heute ist – einer der drei größten Autokonzerne der Welt. Ein wichtiger Schritt dahin: die Übernahme von Škoda. Carl H. Hahn war das Auto im wahrsten Sinne des Wortes in die Wiege gelegt.

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Niemals nur vom tschechischen Markt abhängig sein

Er hat einen Mittelschulabschluss und ist begeisterter Unternehmer, der auch gerne mal alles auf eine Karte setzt. Bisher konnte er – wie es aussieht – einen großen Bogen um den Misserfolg machen. Michal Navrátil (34 Jahre) kommt ursprünglich aus der „digital economy“. Vor fast vier Jahren ist er dann mit Haut und Haaren ins Handwerk eingestiegen. Im Interview mit der Plus erklärt Michal Navrátil auch, wie man einen kleinen tschechischen Tischlerbetrieb aus der Beinahe-Insolvenz auf internationale Märkte führt.

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Phoenix aus der Asche – tschechischer Mittelstand, quo vadis?

Der Mittelstand hat seit der Samtenen Revolution größere Veränderungen durchgemacht als die großen Unternehmen. Die internationalen Firmen und die ursprünglichen tschechischen Konzerne konnten auf einem mehr oder weniger starken Fundament aufbauen – wie etwa eine renommierte Marke oder bestehende Kundenbeziehungen. Die kleinen Firmen begannen bei null, ohne Rückhalt, Erfahrung und Kapital. Wir waren ausgestattet mit dem Willen und der Naivität der damaligen Zeit, die Welt zu verändern. So begannen wir, ein Gewerbe aufzubauen, ohne zu ahnen, was Unternehmertum eigentlich bedeutet.

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Science-Fiction in der Unternehmenskommunikation – Software lernt in x-beliebigen Sprachen Gedanken zu lesen

Der Super-Gau in der Unternehmenskommunikation: Die Abteilung geht in einem Meer von Kunden-SMS und –Mails unter und reagiert nicht mehr. Ein Startup aus Pilsen hat nun einen speziellen Algorithmus entwickelt, der aus zigtausenden Texten in allen möglichen Sprachen blitzschnell das Wesentliche ermittelt und ordnet. SentiSquare und sein Big-Data-Tool nutzen bereits Banken, Telekommunikationsanbieter und Autokonzerne.

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Rückgrat des böhmischen Wirtschaftswunders

„Small is beautiful“ – der berühmte Buchtitel des Ökonomen Ernst Friedrich Schumacher könnte auch gut auf Tschechien passen. Ähnlich wie Deutschland ist es ein klassisches Mittelstandsland; 99,8 Prozent aller Unternehmen fallen unter die EU-Definition für kleine und mittelständische Betriebe (KMU). Für 2016 ermittelte Eurostat eine Millionen KMU, die große Mehrheit davon waren Ich-AGs und Kleinstbetriebe mit maximal neun Mitarbeitern. Bei wichtigen Indikatoren wie dem Anteil an der Gesamtwertschöpfung (55 Prozent) und an der Gesamtbeschäftigung (67 Prozent) erzielen Tschechiens KMU ähnliche Werte wie der Durchschnitt der 28 EU-Länder.

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Chef gesucht

Auf den ersten Blick scheint alles normal: Die eine Generation baut eine Firma auf, und wenn die Zeit kommt, übergibt sie das Unternehmen an die folgende Generation. Die Wirklichkeit sieht oft anders aus. Viele tschechische Familienunternehmen stehen vor einer schwierigen Phase, für die sie kaum Vorbilder haben.

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Sie nannten uns Amazonen

Liliana Berezkinová ist noch U30. Und dabei nicht nur Vorstandsvorsitzende ihrer Firma Nanopharma. Sie sitzt auch im Aufsichtsrat der biotechnologischen Gruppe SinBio, des Clusters Czechimplant und war bis vor kurzem auch im Vorstand des Verbands der kleinen und mittelständischen Unternehmen. Und doch kann man bei ihr keine dramatische Ämterhäufung diagnostizieren. Es ist Leidenschaft. In ihrem Job dreht sich alles um die kleinen Nanoteilchen und die Gesundheitswirtschaft. Im Interview spricht Lili Berezkinová auch darüber, wie sich eine kleine tschechische Nano-Firma auf internationalem Parkett durchsetzen konnte. Und warum sie seit der Geburt ihrer zweieinhalbjährigen Tochter plötzlich mehr Zeit hat.

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Health goes digital

Das Gesundheitswesen tut sich schwer mit der Digitalisierung. In dieser Branche gibt es jedoch eine Vielzahl von Bereichen, in denen die digitalen Lösungen deutliche Verbesserungen bringen können, sowohl für Patienten als auch Ärzte. Dank moderner Technologien kann die Pflege effektiver gestaltet und individuell zugeschnitten werden, Papierkram und Kosten werden eingespart. Andererseits gibt es große Bedenken seitens der Bevölkerung in Sachen Datenschutz. Sichere IT-Lösungen sind dafür eine Grundvoraussetzung, die es erst zu schaffen gilt. Auf welchem Stand ist eHealth in Tschechien und Deutschland und welche Visionen gibt es für die Zukunft?

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Patient in guter Verfassung

Der Patient ist ein wenig blass und schwach auf der Brust, erfreut sich grundsätzlich aber einer robusten Gesundheit. So könnte die Diagnose für Tschechiens Gesundheitssystem lauten. Trotz Ärztemangels und steigenden Kosten gehört die medizinische Versorgung im regionalen Vergleich der Visegrad-Gruppe zur Spitze.

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